Auf nahezu jedem Computer befindet sich heutzutage eine Tabellenkalkulation, für viele gleichbedeutend mit "Excel", der Tabellenkalkulation aus dem Microsoft Office-Paket. Mindestens ebenbürtig ist "Calc", das entsprechende Modul aus StarOffice bzw. OpenOffice.org, dem freien Office-Paket. Wer OpenOffice.org verwendet, kann im übrigen problemlos Excel-Dateien importieren und bei Bedarf auch wieder exportieren.
Ein großer Teil der Nutzer solcher Software missbraucht die Tabellenkalkulation indes als Tabellenzeichner für Stundenpläne, Dienstpläne und ähnliche tabellarische Übersichten, die sich mit einem Textverarbeitungsprogramm viel effektiver gestalten lassen. Die wahre Qualität einer Tabellenkalkulation ist jedoch ihre Fähigkeit zum "Kalkulieren", zum Berechnen, und das macht sie zu einem geeigneten Werkzeug für den Mathematikunterricht. Nicht umsonst schreibt der Kernlehrplan Mathematik (Sek. I des Gymnasiums in NRW) den Einsatz einer Tabellenkalkulation bis zum Ende der Klasse 8 verbindlich vor.
Mittlerweile finden sich auch in zahlreichen Unterrichtswerken gezielte Anregungen und Aufgaben zum Einsatz einer Tabellenkalkulation. Viele Anwendungsbeispiele und praktische Tipps für die unterrichtliche Umsetzung bietet auch der Band "Tabellenkalkulation im Mathematikunterricht" von G. Dopfer und R. Reimer (Klett) sowie Heft Nr. 137 der Zeitschrift "mathematik lehren" (August 2006).
Die Beiträge dieser Website zeigen ein buntes Spektrum von Einsatzmöglichkeiten einer Tabellenkalkulation in Unterricht der Sekundarstufen I und II.