Es gibt kaum noch Kinder in Deutschland, die nicht bereits vor der Einschulung Erfahrungen mit dem Computer gemacht haben. Der Markt an Computerspielen schon für die Kleinsten ist unüberschaubar - über Schaden und Nutzen mag man streiten.
Dass die Fähigkeit, programmieren zu können, ganz sicher nicht schädlich, in manchen Bereichen aber nützlich ist, dürfte ebenfalls unbestritten sein. Warum also nicht schon früh anfangen und die Freude an dem wecken, was später einmal "Programmieren" werden könnte. Und diese Anfänge dann noch verbinden mit geometrischen Grundvorstellungen: Ebenen Figuren, Längen- und Winkelmaßen, Symmetrie, sich wiederholende Teilfiguren.
Genau das leistet der Frosch: Eine kleine Entwicklungsumgebung mit Editor- und Ausgabebereich, auf dem sich ein kleiner Frosch bewegt. Wie er sich bewegt und was er dabei tut, das teilt man ihm durch entsprechende Kommandos mit.
Der Frosch kann sich in seinem Teich bewegen und drehen und - falls gewünscht - dabei eine Spur hinter sich herziehen, die als Ergebnis eine Zeichnung hinterlässt. Dabei lässt sich einiges einstellen (wie z.B. Farbe, Spurbreite, Geschwindigkeit des Frosch). Außerdem kann der Frosch noch Kreise zeichnen und schreiben. Bei Bedarf kann man ihn auch eine Abfolge von Kommandos beliebig oft wiederholen lassen. Das war's auch schon.
Das klingt nach wenig und das ist Absicht. MIt diesem wenigen - insgesamt sind es gerade einmal 12 verschiedene Kommandos, die der Frosch kennt - kann man aber eine ganze Menge machen und viel entdecken. Man lernt Entfernungen und Winkelmaße ab- und einzuschätzen und kann - bei entsprechender Aufgabenstellung und Anleitung - elementare geometrische Eigenschaften spielerisch und konstruktiv entdecken.
So sieht die Frosch-Entwicklungsumgebung (unter Linux) aus:
Links ein Froschprogramm, rechts das Ergebnis nach Ablauf des Programms.
Da die Kommandos für den Frosch nicht zusammengeklickt, sondern über die Tastatur eingegeben werden, sind vernünftige Kenntnisse im Lesen und Schreiben erforderlich. Je nach Leistungsstand eines Kindes kann das bereits im 2. Schuljahr der Fall sein, ab dem 3. Schuljahr sollte der Umgang mit dem Frosch - nach einer kurzen Einführung durch einen Erwachsenen - kein Problem darstellen.
Der Frosch befindet sich noch in der Beta-Phase. Je nach konkreter Konfiguration des Betriebssystems
kann es zu Fehlfunktionen oder -darstellungen kommen, wenn Umlaute und/oder das °-Zeichen verwendet werden. In beiden
Fällen gibt es aber Alternativen, die in der beigefügten Dokumentation erläutert werden, so dass der Frosch im Normalfall ohne Einschränkungen benutzbar sein sollte.
Die jeweils aktuelle Version kann hier kostenlos für Windows-Betriebssysteme heruntergeladen werden.
Der Frosch ist prinzipiell auch für Mac OS und Linux verfügbar - bei Interesse bitte mit mir Kontakt aufnehmen.