Der Lehrplan des Faches
Informatik für die Sekundarstufe I in NRW sieht vor, dass der Einsatz des Computers zur Messung, Regelung oder
Steuerung im Unterricht behandelt werden soll. Dazu gibt es entsprechende Mess-, Regelungs- und Steuergeräte, die über
die serielle, parallele oder USB-Schnittstelle angesteuert werden. Professionelles Gerät kostet jedoch richtig Geld und die Ausstattung jedes
Computerarbeitsplatzes mit einem entsprechenden Gerät verschlingt einige Tausend Euro.
Eine preiswertere Alternative ist der Selbstbau einer kleinen Ampelsteuerung mit LEDs. Hier ist dann der Informatiklehrer gefordert, ein Dutzend oder mehr Ampelsteuerungen auf Platinen zu löten, um jeden Arbeitsplatz damit zu versorgen. Sicher auch nicht die ideale Lösung. Eine Mischung aus "echter" Ampelsteuerung und Softwaresimulation bietet das Projekt KombiAmpel.
Weitere Nachteile "echter" Ampelsteuerungen: Sie verbleiben in der Schule, die Schüler können zu Hause nicht damit arbeiten. Und: Die so gesteuerten Ampelanlagen sind sehr simpel. Eine über den Parallelport betriebene Ampelschaltung kann gerade einmal zwei normale Ampeln und eine Fußgängerampel schalten (also 8 Lampen). Dies hat zur Folge, dass in der Praxis die Feinheiten der Ansteuerung des Parallelports im Vordergrund stehen, wohingegen die eigentliche Steuerung wenig komplex und schnell in ihren Möglichkeiten erschöpft ist.
Fazit: Eine Simulationssoftware ohne echte Hardwareansteuerung bringt in der Praxis manche Vorteile, ohne dass von der eigentlichen Idee der Steuerung etwas verloren geht. Das Problem dabei: Eine passende Softwarelösung gibt es nicht - besser gesagt: gab es nicht. Da ich kein Programm finden konnte, das auch nur annähernd meinen Vorstellungen entsprochen hätte, habe ich selbst eins entwickelt: JAM, eine integrierte Entwicklungs- und Simulationsumgebung zur Ampelsteuerung, die als Beigabe noch eine animierte Simulation von Verkehrsströmen bietet.